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Bergwachtärzte, Sanitätsausbilder und -ausbilderinnen und Sanitätsreferentinnen und -referenten der Bergwacht Ortsebenen trafen sich auch in diesem Jahr online zur Zentralen Fortbildung. Landesärztin Ute Müller und Landesreferent Notfallmedizin Fabian Betz führten durch das umfangreiche Programm und informierten die Teilnehmenden nach einem Rückblick über anstehende Änderungen und Neuerungen im Bereich der Notfallmedizin und der Ausbildung auf Landesebene.

Am 10. Juni 2021 erreichte die Fackel auf ihrem Weg nach Solferino das Rotkreuz-Landesmuseum Baden-Württemberg in Geislingen/Steige. In Anwesenheit des Präsidenten des DRK Kreisverbands Göppingen überreichte der Museumsleiter Jens Curle die Fackel an die Bergretter Max Schmid und Andreas Nuding der örtlichen DRK Bergwacht Geislingen-Wiesensteig, bevor sie auf ihrem weiteren Weg durch Baden-Württemberg an Vertreter der DRK Bergwacht Württemberg weitergereicht wurde.

Am Reussenstein, einem beliebten Klettergebiet auf der Schwäbischen Alb transportierten die Vertreter der DRK Bergwacht Württemberg Falk Zeiger und Tobias Magenau das Licht mit dem ATV (All Terrain Vehicle) durch „Bergwacht-Gelände“ auf die Aussichtsplattform vor der Burgruine. Vor der imposanten Felskulisse mit der Ruine Reussenstein als Hintergrund und mit einem gehörigen Tiefblick übergaben die Bergretter im Beisein des Bergwachtlandesleiters Armin Guttenberger die Fackel an die DRK-Landesdirektorin Peggy Schirmer-Schmid.

Mit der Fiaccolata – einem großen Fackelzug – erinnert das Rote Kreuz Jahr für Jahr am 24. Juni an die Schlacht von Solferino. Dort erlebte das Rote Kreuz 1859 seine Geburtsstunde. Seither veranstaltet das Italienische Rote Kreuz jedes Jahr in Solferino die Fiaccolata, um der Schlacht und dem Ursprung der Hilfsorganisation zu gedenken.

In Zeiten der Pandemie gibt es statt eines kilometerlangen Fackellaufs mit Menschen aus der ganzen Welt eine #Fiaccolata2021 quer durch Deutschland und Österreich, bei der das Licht der Hoffnung und Menschlichkeit bis nach Solferino getragen wird.

https://www.facebook.com/bergwachtbw/posts/4072597596153854

Die "Spickzettel" Notfallmedizin sind da. Sie wurden zwischenzeitlich an die Ortsebenen der DRK Bergwacht Württemberg zur Weitergabe an die aktiven Einsatzkräfte verschickt.

Neben dem Handbuch Notfallmedizin hat das Redaktionsteam (Idee und Umsetzung: Peter Oster, Bergwacht Schwarzwald) einen Spickzettel für Bergretterinnen und Bergretter entwickelt. Ziel dieses Spickzettels ist die Darstellung der „immer richtigen“ Maßnahmen, die den roter Faden einer optimal nach ABCDE strukturierten Patientenversorgung bilden.

Dabei werden zwei Basis-Szenarien unterschieden:

Beim bewusstlosen Patienten geht es in erster Linie um Atemwegssicherung bei normaler Atmung (Seitenlage) und um Wiederbelebung bei nicht normaler Atmung.

Beim wachen Patienten klärt der Retter in der ersten Minute die wichtigsten Aspekte des Erscheinungsbildes und ggf. die Notwendigkeit von Blutstillungsmaßnahmen. Danach arbeitet er Schritt für Schritt das Schema ABCDE ab, wobei er sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Notfallbild i. d. R. auf einen einzelnen Buchstaben konzentriert.

Der Spickzettel im Format DIN A7 (halbe Postkarte, 16 Seiten, 7-fach-Zickzack-Falz) ist auf wasserfestem Kunststoff-„Papier“ gedruckt, sodass dieser bei jedem Einsatz mitgeführt werden kann.

Der Spickzettel und das Lehrbuch können über den DRK Bergwacht Landesverband bezogen werden.

Natürlich findet Ihr die Inhalte auch in der Wissensbox:

https://www.wissensbox.de/learnboxes...

Der Landesverband der DRK Bergwacht Württemberg führte am 14. und 15. Mai seine zentrale Sprechfunkausbildung durch. 40 Bergwachtangehörige trafen sich am Freitagabend (14.5.) virtuell zum Theorieteil. Die praktische Ausbildung wird dann in Kleingruppen unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen (Test, Mundschutz, Abstand usw.) durchgeführt.
 
Die erste Kleingruppe traf sich diesen Samstag (15.5) im JRK-Haus in Kirchheim zur Praxisausbildung.
 
Virtuell wurde bereits vor einiger Zeit die Naturschutzprüfung durchgeführt, der praktische Prüfungsteil folgt in Kürze im Gelände, ebenfalls in Kleingruppen unter Einhaltung strengster Sicherheitsmaßnahmen.
 
Erfolgreich konnte am ersten Maiwochenende auch die Grundlagen Prüfung durchgeführt werden. Ein ausgeklügeltes Hygiene – und Sicherheitskonzept sicherte diese wichtige Prüfung ab, die als Voraussetzung für die weitere Ausbildung (Anwärterzeit) zu Bergretterinnen und Bergretter der DRK Bergwacht Württemberg gilt.

 

Fünf Bergretter der DRK Bergwacht Württemberg trainierten zwei Tage zusammen mit der DRF Luftrettung bei Ihringen im Kaiserstuhl unter strengen Corona-Sicherheitsbedingungen die Rettung aus der Luft. An einem Tag wurden die Luftretter in den seit 2019 in Freiburg stationierte Helikopter vom Typ Airbus H145 eingewiesen, am zweiten Tag fand das praktische Training mit Helikopter und Winde statt.

Der in Freiburg stationierte Helikopter ist einer der drei in Baden-Württemberg stationierten Rettungshubschrauber, die mit einer Rettungswinde ausgestattet sind. Weitere Hubschrauber mit Winde, die den „Rettungsspezialisten Helikopter“ der Bergwacht, die eine spezielle Ausbildung für Einsätze mit dem Hubschrauber haben, für Windenrettungen zur Verfügung stehen sind in Stuttgart (Hubschrauberstaffel der Polizei) und Niederstetten (SAR Bundeswehr) stationiert.

Windeneinsätze sind höchst anspruchsvoll, müssen doch Pilot, Windenoperator und Luftretter bestens aufeinander eingespielt sein. Neben den rettungstechnischen Fähigkeiten spielt die Kommunikation per Funk sowie per Zeichen eine wichtige Rolle. Um dieses Zusammenspiel auch im Einsatzfall zu beherrschen, finden regelmäßige Trainings der Hubschrauberbesatzungen mit den Rettungsspezialisten Helikopter der Bergwacht statt. Dabei wird zum Beispiel das Ablassen der Retter vom Helikopter an dem bis 90 Meter langen Stahlseil ins unwegsame und steile Gelände geübt, um beispielsweise verunglückte Kletterer, verletzte Wanderer oder Waldarbeiter zu erreichen. Das Aufwinden von Patienten und Retter nach der medizinischen Versorgung stellt eine weitere Herausforderung dar.

Das ganztägige Windentraining verlief bei besten Wetterbedingungen ohne Zwischenfälle.

Bergwacht Württemberg unterstützt beim Impfen und Testen und bittet um Zurückhaltung bei Outdooraktivitäten

Wer dieser Tage eines der Impf- oder Testzentren in Württemberg besucht, wird sich vielleicht über die Frauen und Männer in den blau-roten Jacken mit dem Abzeichen eines Edelweißes mit einem roten Kreuz wundern. Es sind Angehörige der DRK Bergwacht Württemberg, die in den Zentren unterstützend tätig sind, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Mit ihrem Einsatz zeigen die Bergretterinnen und Bergretter, dass sie sich nicht nur im extremen Gelände sicher bewegen und qualifizierte Hilfe leisten, sondern auch in einem Impf- oder Testzentrum ihren Mann bzw. ihre Frau stellen können. Sabine Schlick, Bergwachtleiterin der DRK Bergwacht Rottweil bringt es so auf den Punkt: „Für unsere Einsätze erfahren wir viel Zuspruch, Anerkennung und Wertschätzung. Jetzt können wir der Gesellschaft auch auf einem anderen Gebiet etwas zurückgeben.“ Außerdem sei es toll, so Schlick, mal außerhalb von Rettungseinsätzen mit den Kameradinnen und Kameraden der „Blaulichtfamilie“ zusammenzuarbeiten. Auch über die Feiertage werden die Helferinnen und Helfer der Bergwacht Dienst tun.

„Die Einsatzfähigkeit der Rettungsspezilalistinnen und -spezialisten für das unwegsame Gelände ist aber dadurch in keinster Weise beeinträchtigt“, so Raimund Wimmer, Pressesprecher der DRK Bergwacht Württemberg. Jederzeit, 24 Stunden an 365 Tagen stünden die Einsatzkräfte der DRK Bergwacht Württemberg für sichere und qualifizierte Rettungen im und aus unwegsamem Gelände bereit. Er appeliert auch noch einmal an Alle, die es über die Feiertage in die freie Natur zieht. „Natürlich ist gegen einen Spaziergang, eine leichte Wanderung, eine Joggingrunde oder eine kleine Radtour nichts einzuwenden“, es sei sinnvoll in Bewegung zu bleiben und an die frische Luft zu gehen sei wichtig, um gesund und fit zu bleiben. Wichtig dabei sei aber, dass die bestehenden Kontaktbeschränkungen beachtet und soziale Kontakte über die häusliche Gemeinschaft hinaus vermieden werden. „Bleiben Sie im näheren Umfeld Ihres Aufenthaltsortes, gehen Sie nirgends hin, wo eine Verletzung oder ein medizinischer Notfall einen schwierigen Abtransport erforderlich macht“ appelliert Raimund Wimmer.

Ist eine Rettung aus dem unwegsamen Gelände an sich schon schwierig und risikobehaftet, so sei der Aufwand in Corona-Zeiten wegen der Infektionsschutzes erheblich größer, erklärt Armin Guttenberger, Landesleiter der DRK Bergwacht Württemberg und weiter: „Es besteht die Gefahr, dass durch einzelne Corvid-19-Infizierte ganze Rettungsteams in Quarantäne gezwungen werden.“ Dies zeige, dass in Corona-Zeiten auch die Bergrettung unter erheblichem Druck stehe. Hinzu komme die zusätzliche Belastung der Krankenhäuser.

Deshalb der eindringliche Appell der Bergretterinnen und Bergretter der DRK Bergwacht Württemberg: „Entlasten Sie das Rettungs- und Gesundheitssystem auch an den kommenden Feiertagen, indem Sie sich umsichtig und rücksichtsvoll in der Natur aufhalten und keine risikobehafteten Aktivitäten unternehmen!“

„Menschen, die die Berge lieben, sind aus tiefster Seele frei.
Sie entschweben leicht dem Alltagseinerlei.
Menschen, die die Berge lieben – wiederspiegeln Sonnenlicht.
Die Anderen die im Tal geblieben, verstehen ihre Sprache nicht.“
(Stefan Schröder)

Ein Bild, das Person, drinnen, darstellend enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

(Das Foto zeigt Paul 2019 anlässlich seines Einsatzes für das DRK im Iran)

 

Liebe Kameradinnen, liebe Kameraden,

am 11. Februar 2021 verstarb Paul Schenk im Alter von 55 Jahren nach schwerer einjähriger Krankheit.

Paul hat die Entwicklung in den Bergwacht-Landesverbänden maßgeblich begleitet und geprägt. In seiner Funktion als Referent für Entwicklung und Beschaffung bei der Bergwacht Bayern, hatte er immer ein offenes Ohr für die Kolleginnen und Kollegen in den Bergwacht-Landesverbänden und stand mit Rat und Tat zur Seite. Bei der Entwicklung neuer Einsatzfahrzeuge und der Einsatzbekleidung hat Paul seinen immensen Sachverstand und sein großes Engagement zum Wohle aller Bergretterinnen und Bergretter in Deutschland eingebracht.

Sein überaus großes Engagement für die Bergwacht wie auch für den DRK-Gesamtverband zeigte sich auch in den beiden Auslandsprojekten, die Paul für das DRK-Generalsekretariat mit begleitet hat. Bereits 2012 reiste er für ein Hilfsprojekt nach Pakistan und ab 2014 begleitete er ein Kooperationsprojekt des DRK mit dem Iranischen Roten Halbmond. Hierzu reiste Paul 2017 und 2019 in den Iran um die Kollegen des Iranischen Roten Halbmondes für die Rettung aus großen Höhen auszubilden.

Wir verlieren einen langjährigen Kollegen, einen Freund und einen Menschen mit enormer Hilfsbereitschaft.

Die Beisetzung findet am 17. Februar 2021 um 10:00 Uhr in Gaißach (bei Bad Tölz) statt. Aufgrund der Corona-Auflagen in Bayern findet die Beisetzung im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

Mit stillem Gruß

Klemens Reindl
Bundesleiter Bergwacht

DRK Bergwacht Württemberg über die 112 erreichbar

Zu 402 Einsätzen wurde die DRK Bergwacht Württemberg Im letzten Jahr über den Euronotruf 112 alarmiert, im Januar dieses Jahrs wurde die Hilfe der Bergretterinnen und Bergretter bereits 103-mal über den Notruf 112 angefordert.

„Ein verändertes Freizeitverhalten macht immer häufiger den Einsatz der Bergretterinnen und Bergretter der DRK Bergwacht im unwegsamen Gelände erforderlich,“ sagt Raimund Wimmer, der Pressesprecher der DRK Bergwacht Württemberg, „die Verunglückten und erkrankten Patienten hätten aber Glück im Unglück: durch die europaweite Notrufnummer 112 sei schnelle und qualifizierte Hilfe durch die Spezialistinnen und Spezialisten der Bergwacht vor Ort.“

„Die 112 ist die erste Wahl bei Brand, Unfall oder medizinischen Notfällen! Sie muss gewählt werden, wenn es lebensgefährlich wird.“ so Raimund Wimmer. „Vor allem auch bei Notfällen im unwegsamen Gelände, wie z.B. auf Wald- und Wanderwegen, beim Outdoorsport oder auf Schipisten und Loipen werden die Bergrettungsspezialisten und -spezialistinnen der Bergwacht über die 112 erreicht, um schnell und kompetent Hilfe zu leisten.“

Der Euronotruf feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag Die 112 ist kostenfrei, auch vom Handy aus, und ohne weitere Landes- oder Ortsvorwahl aus jedem Netz erreichbar. Sie gilt in allen 26 EU-Staaten. Darüber hinaus gilt sie übrigens auch in der Türkei, Schweiz, Serbien, Island, auf den Färöer-Inseln, in Liechtenstein, Norwegen, Andorra, San Marino und Monaco. Ihre Priorisierung sorgt auch bei Netzüberlastung für einen freien Gesprächskanal: bei Bedarf wird einfach ein anderes Gespräch dafür gekappt.

 

 

Unter „logo! erklärt“ erfahren wir, wie sich die Bergwacht in den letzten 100 Jahren entwickel hat.

logo!-Reporterin Magdalena war für einen Tag beim Training mit der Bergwacht auf der Schwäbischen Alb dabei.

 

Am 4. Februar 1958 sendete der damalige Süddeutsche Rundfunk (SDR) in der Abendschau einen Bericht mit dem Titel "Bergwacht an übervölkerten Skihängen - Das Rote Kreuz hat eine Bergwacht eingerichtet, um bei Unfällen auf der Skipiste zu helfen. Die Bergwacht ist auch auf einer Piste der Schwäbischen Alb bei Degenfeld im Einsatz."

Nach Auskunft vom SWR ist für dieses Video kein Ton vorhanden, da damals die Beiträge noch live im Studio kommentiert wurden und die Tonaufnahme zu diesem Beitrag nicht mehr existiert.

Der Südwestrundfunk (SWR) macht als erster öffentlich-rechtlicher Sender historisches Bildmaterial aus seinem Fernseharchiv der Öffentlichkeit zugänglich. Ab 27. Oktober 2019, dem UNESCO-Welttag des audiovisuellen Kulturerbes, stellt der SWR Fernsehbeiträge aus der Frühphase des Fernsehens unter dem Label SWR Retro in der ARD Mediathek online. Nach und nach soll dadurch ein audiovisuelles Archiv entstehen.

Damit der SWR historische Fernsehbeiträge und -filme für SWR Retro zugänglich machen konnte, musste vorher geklärt werden, ob das rechtlich möglich ist. Je nach Entstehungszeitpunkt der Produktion ist das unterschiedlich zu beurteilen. Aus rundfunkrechtlichen und urheberrechtlichen Gründen werden daher in einem ersten Schritt nur Inhalte aus Sendereihen ausgewählt, die vor 1966 produziert wurden.