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Seit 1992 erinnern tausende Menschen aus der ganzen Welt alljährlich am 24. Juni bei einem Fackelzug (italienisch = Fiaccolata) des Italienischen Roten Kreuzes von Solferino nach Castiglione delle Stiviere an die Anfänge der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Da aufgrund der weiter anhaltenden Corona-Pandemie nicht alle Rotkreuzangehörige an der Fiaccolata teilnehmen können, hat das Deutsche Rote Kreuz den Fackellauf nach Solferino initiiert.

Nach der Art eines Staffellaufs wird das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ von Rotkreuzgliederung zu Rotkreuzgliederung quer durch Deutschland weitergereicht, bis es dann am 24. Juni Solferino in Norditalien erreicht.

Bergwachtortsgruppen der DRK Bergwacht Württemberg begleiteten und transportierten die Fackel durch ihr Dienstgebiet auf die mannigfachsten Weisen. So wechselte zum Beispiel in Tennenbronn die Fackel vom DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz zum DRK-Landesverband Baden-Württemberg mit einer Seilbahn, die extra von der Bergwacht aufgebaut wurde. Ob über Kletterrouten an der Schwäbischen Alb oder mit Drohne, über Abseilstrecke am Schwarzen Tor, dem Wahrzeichen Rottweils oder auf dem Knopfmacherfels im Donautal und einer Mini-Fiaccolata auf Schloss Zeil, Bergwachtangehörige waren immer engagiert dabei.

Auf dem Iberg bei Isny endete die Reise der Fackel durch Württemberg. Württembergische Bergwächtler übergaben die Fackel an die Kameradinnen und Kameraden der Bergwacht Bayern. Dies wurde mit einem zünftigen Vesper vor der Bergrettungswache auf dem Iberg gefeiert.  (BwWü/RW)

 

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Die DRK Bergwacht Württemberg hat bei ihrer Bergwachtversammlung, dem höchsten Beschlussgremium, in Weiler in den Bergen ihre Landesleitung und den Landesausschuss gewählt. Armin Guttenberger (DRK Bergwacht Stuttgart) wurde für weitere vier Jahre als Landesleiter wiedergewählt, ebenso Rolf-Dieter Blumer (DRK Bergwacht Schwäbisch Gmünd) als stellvertretender Landesleiter. Neu wurde Steffen Weiss (DRK Bergwacht Rottweil) als weiterer stellvertretender Landesleiter in die Landesleitung gewählt.

Günter Wöllhaf (DRK Bergwacht Stuttgart), der nach 20 Jahren in der Landesleitung sich aus dem Leitungsgremium zurück zog wurde unter Beifall der Versammlung zum Ehrenlandesleiter ernannt.

Eine besondere Ehrung erfuhren die Bergwachtleitungen und die Landesfunktionsträger, die im letzten Jahr im Rahmen der Pandemie im Amt waren und dort eine hervorragende Arbeit unter schwierigen Umständen geleistet haben. Sie erhielten für ihr außerordentliches Engagement die Corona-Ehrung des Deutschen Roten Kreuzes.

Der neugewählte Landesausschuss setzt sich aus folgenden Funktionsträgern zusammen: Landesärztin Ute Müller (Pfullingen), Technischer Landesleiter (TLL) Bergrettung Sommer Florian Rademacher (Geislingen-Wiesensteig), stellv. TLL Bergrettung Sommer Matthias Börner (Stuttgart), TLL Bergrettung Winter Jochen Adler (Göppingen), stellv. TLL Bergrettung Winter Moritz Zeiger, TLL Information und Kommunikation Tobias Magenau (Stuttgart), stellv.TLL Information und Kommunikation Andreas Nuding (Geislingen-Wiesensteig), Landesnaturschutzreferent Rolf-Dieter Blumer (Schwäbisch Gmünd), stellv. Landesnaturschutzreferent Tobias Fuchs (Schwäbisch Gmünd), Landesreferent Notfallmedizin Fabian Betz (Pfullingen), stellv. Landesreferentin Notfallmedizin Lea Wenzel (Pfullingen), Landesreferent Presse und Öffentlichkeitsarbeit Raimund Wimmer. (BwWü/RW)

Vier Luftretter der Bergwachten Aalen, Bad Urach und Göppingen trainierten zusammen mit der Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg verschiedene Einsatzsituationen mit der Rettungswinde. Da Luftrettungseinsätze mit zu den anspruchsvollsten Einsatzszenarien bei der DRK Bergwacht Württemberg gelten, müssen diese immer wieder geübt werden. So wurde die Rettung aus der Luft im Bereich des Neidlinger Wasserfalls aus einem Wald und die Rettung aus einer Felswand an der Burgruine Reußenstein, einem beliebten Klettergebiet der Schwäbischen Alb geübt. Im Schöntal bei Wiesensteig ging es dann um das Aus- und Einsteigen in den Hubschrauber an einem Hang. (BwWü/RW)

Um auch im schwierigen und unwegsamen Gelände sicher unterwegs zu sein, führte die DRK Bergwacht Württemberg auch in diesem Jahr wieder ein Offroadtraining für Einsatzkräfte der einzelnen Bergwachten durch. Teilgenommen haben in diesem Jahr auch Einsatzkräfte der Bergwacht Schwarzwald e.V. Mensch und Maschine wurden bei bestem „Bergwachtwetter“ auf dem Trainingsparcours des Standortübungsplatzes in Stetten am kalten Markt gefordert. (BwWü/RW)

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Damit im Ernstfall alles klappt, trainierten Luftretter der DRK Bergwacht Württemberg den Einsatz per Hubschrauber mit der Rettungswinde. Da solche Einsätze nicht alltäglich sind, trainiert die Bergwacht speziell solche Einsatzsituationen. Zusammen mit Piloten, Windenoperators und Notärzten der DRF Luftrettung übten jetzt die Luftretter bei der Stollenbacher Hütte bei Oberried die Rettung aus unwegsamem Gelände.
 
Für die sogenannte Windenrettung erhielten einige Bergretter eine Spezialausbildung, denn das Zusammenspiel Hubschrauberbesatzung und Bergwacht-Luftretter muss perfekt und konzentriert funktionieren, wenn Menschen mit der Winde aus der Luft gerettet werden müssen. So werden beispielsweise Notarzt und Luftretter beim Patienten abgesetzt. Nach der medizinischen Versorgung wird dieser im sogenannten Luftrettungs-Bergesack sicher und geschützt verpackt und zusammen mit dem Retter per Seilwinde in den Hubschrauber gezogen. Dieser schonende Abtransport aus den verschiedensten Geländeformationen, zum Beispiel aus einer Felswand oder einer Waldlichtung, sind die Schwerpunkte des regelmäßigen Trainings. Aber auch das Verhalten in und am Hubschrauber sind wichtige Übungsinhalte, denn die Rettung mit dem Hubschrauber birgt Gefahren und gilt als eine der anspruchsvollsten Einsatzszenarien bei der DRK Bergwacht Württemberg.
 
Von den derzeit 432 aktiven Bergwachteinsatzkräften bei der DRK Bergwacht Württemberg, die alle ehrenamtlich tätig sind, sind 13 Bergretter als Luftrettungsspezialisten ausgebildet. (BwWü/RW)

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Im Rahmen der Dauerausstellung „26 Ideen für eine bessere Welt“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart wird unter dem Buchstaben „B“ die Bergwacht gewürdigt. Gezeigt wird ein Stahlseilgerät, das bis Ende der 1990er Jahre im Einsatz war. Nach § 6 des Gesetzes zum Schutz von Kulturgut (Kulturgutschutzgesetz – KGSG) erhielt die „Historische Seilwinde aus der Rettungspraxis der 1950er bis 1999er Jahre“ den Status eines „nationalen Kulturguts“. Leihgeberin ist die DRK Bergwacht Göppingen.  (BwWü/RW)

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Das Bild täuscht: Es waren die Technischen Leiter der Bergwachten, die Landesausbilder und Prüfer für die Bergrettung Sommer der Bergwacht Württemberg, die sich am Reußenstein (Neidlingen) zur diesjährigen Fortbildung trafen. Bei „Original Bergwachtwetter“ und getreu dem Motto „Bei jedem Wetter, in jedem Gelände“ war bei winterlichen Verhältnissen der modifizierte Prüfungsablauf für die Sommerrettung und die Wiederholung aller relevanten Inhalte der Ausbildung- und Prüfungsordnung Schwerpunkt der Tagung. Im Einzelnen waren dies der Aufbau von Fixseilen, der Standplatzbau, die behelfsmäßige Bergrettung mit Flaschenzug, Seilverlängerung und 1-Mann-Bergetechnik mit Standplatzwechsel sowie das System „planmäßige Bergrettung“. (BwWü/RW)

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Zu 498 Einsätzen wurde die DRK Bergwacht Württemberg Im letzten Jahr über den Euronotruf 112 alarmiert, im Januar dieses Jahrs wurde die Hilfe der Bergretterinnen und Bergretter bereits über 40 Mal über den Notruf 112 angefordert.

„Ein verändertes Freizeitverhalten macht immer häufiger den Einsatz der Bergretterinnen und Bergretter der DRK Bergwacht im unwegsamen Gelände erforderlich,“ sagt Raimund Wimmer, Pressesprecher der DRK Bergwacht Württemberg, „die Verunglückten und erkrankten Patienten hätten aber Glück im Unglück: durch die europaweite Notrufnummer 112 sei schnelle und qualifizierte Hilfe durch die Spezialistinnen und Spezialisten der Bergwacht vor Ort.“

„Die 112 ist die erste Wahl bei Brand, Unfall oder medizinischen Notfällen! Sie muss gewählt werden, wenn es lebensgefährlich wird.“ so Raimund Wimmer. „Vor allem auch bei Notfällen im unwegsamen Gelände, wie z.B. auf Wald- und Wanderwegen, beim Outdoorsport oder auf Schipisten und Loipen werden die Bergrettungsspezialisten und -spezialistinnen der Bergwacht über die 112 erreicht, um schnell und kompetent Hilfe zu leisten.“

Den Euronotruf gibt es seit 31 Jahren. Die 112 ist kostenfrei, auch vom Handy aus, und ohne weitere Landes- oder Ortsvorwahl aus jedem Netz erreichbar. Sie gilt in allen 26 EU-Staaten. Darüber hinaus gilt sie übrigens auch in der Türkei, Schweiz, Serbien, Island, auf den Färöer-Inseln, in Liechtenstein, Norwegen, Andorra, San Marino und Monaco. Ihre Priorisierung sorgt auch bei Netzüberlastung für einen freien Gesprächskanal: bei Bedarf wird einfach ein anderes Gespräch dafür gekappt. (BwWü/RW)

 

Um den Prüfungsstau wegen der Corona-Pandemie aufzulösen (im letzten Jahr konnten keine Prüfungen stattfinden), legten die Prüfer der DRK Bergwacht Württemberg eine "Sonderschicht" ein.
Vielen Dank für das Engagement!

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Pünktlich zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sein neues digitales Trainingsformat „#vorbereitet – Das 360° Notfalltraining“ vorgestellt, um insbesondere junge Menschen dazu anzuregen, sich mit Themen der Vorsorge intensiv und interaktiv auseinanderzusetzen. Dabei können die Nutzerinnen und Nutzer sich selbst testen und herausfinden, wie gut sie für den Ernstfall wie Starkregen, Hitze oder Dürre vorbereitet sind.

In einem interaktiven 360°-Apartment lösen Nutzerinnen und Nutzer verschiedene Aufgaben rund um die Themen Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Gefahrenlagen. Es werden Antworten gesucht auf drängende Fragen wie: „Was gehört alles in einen Notfallrucksack?“, „Wie verhalte ich mich, wenn es brennt?“ und „Welche Möglichkeiten gibt es, Lebensmittelvorräte praktisch zu verstauen?“

Im Spielverlauf wird dieses Wissen getestet und weiter ausgebaut.

Das Notfalltraining ist kostenfrei auf der Internetseite des BBK zu finden.