News

Um auch im schwierigen und unwegsamen Gelände sicher unterwegs zu sein, führte die DRK Bergwacht Württemberg auch in diesem Jahr wieder ein Offroadtraining für Einsatzkräfte der einzelnen Bergwachten durch. Teilgenommen haben in diesem Jahr auch Einsatzkräfte der Bergwacht Schwarzwald e.V. Mensch und Maschine wurden bei bestem „Bergwachtwetter“ auf dem Trainingsparcours des Standortübungsplatzes in Stetten am kalten Markt gefordert. (BwWü/RW)

Bilder

Damit im Ernstfall alles klappt, trainierten Luftretter der DRK Bergwacht Württemberg den Einsatz per Hubschrauber mit der Rettungswinde. Da solche Einsätze nicht alltäglich sind, trainiert die Bergwacht speziell solche Einsatzsituationen. Zusammen mit Piloten, Windenoperators und Notärzten der DRF Luftrettung übten jetzt die Luftretter bei der Stollenbacher Hütte bei Oberried die Rettung aus unwegsamem Gelände.
 
Für die sogenannte Windenrettung erhielten einige Bergretter eine Spezialausbildung, denn das Zusammenspiel Hubschrauberbesatzung und Bergwacht-Luftretter muss perfekt und konzentriert funktionieren, wenn Menschen mit der Winde aus der Luft gerettet werden müssen. So werden beispielsweise Notarzt und Luftretter beim Patienten abgesetzt. Nach der medizinischen Versorgung wird dieser im sogenannten Luftrettungs-Bergesack sicher und geschützt verpackt und zusammen mit dem Retter per Seilwinde in den Hubschrauber gezogen. Dieser schonende Abtransport aus den verschiedensten Geländeformationen, zum Beispiel aus einer Felswand oder einer Waldlichtung, sind die Schwerpunkte des regelmäßigen Trainings. Aber auch das Verhalten in und am Hubschrauber sind wichtige Übungsinhalte, denn die Rettung mit dem Hubschrauber birgt Gefahren und gilt als eine der anspruchsvollsten Einsatzszenarien bei der DRK Bergwacht Württemberg.
 
Von den derzeit 432 aktiven Bergwachteinsatzkräften bei der DRK Bergwacht Württemberg, die alle ehrenamtlich tätig sind, sind 13 Bergretter als Luftrettungsspezialisten ausgebildet. (BwWü/RW)

Bilder

Im Rahmen der Dauerausstellung „26 Ideen für eine bessere Welt“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart wird unter dem Buchstaben „B“ die Bergwacht gewürdigt. Gezeigt wird ein Stahlseilgerät, das bis Ende der 1990er Jahre im Einsatz war. Nach § 6 des Gesetzes zum Schutz von Kulturgut (Kulturgutschutzgesetz – KGSG) erhielt die „Historische Seilwinde aus der Rettungspraxis der 1950er bis 1999er Jahre“ den Status eines „nationalen Kulturguts“. Leihgeberin ist die DRK Bergwacht Göppingen.  (BwWü/RW)

Bilder

Das Bild täuscht: Es waren die Technischen Leiter der Bergwachten, die Landesausbilder und Prüfer für die Bergrettung Sommer der Bergwacht Württemberg, die sich am Reußenstein (Neidlingen) zur diesjährigen Fortbildung trafen. Bei „Original Bergwachtwetter“ und getreu dem Motto „Bei jedem Wetter, in jedem Gelände“ war bei winterlichen Verhältnissen der modifizierte Prüfungsablauf für die Sommerrettung und die Wiederholung aller relevanten Inhalte der Ausbildung- und Prüfungsordnung Schwerpunkt der Tagung. Im Einzelnen waren dies der Aufbau von Fixseilen, der Standplatzbau, die behelfsmäßige Bergrettung mit Flaschenzug, Seilverlängerung und 1-Mann-Bergetechnik mit Standplatzwechsel sowie das System „planmäßige Bergrettung“. (BwWü/RW)

Bilder

 

Zu 498 Einsätzen wurde die DRK Bergwacht Württemberg Im letzten Jahr über den Euronotruf 112 alarmiert, im Januar dieses Jahrs wurde die Hilfe der Bergretterinnen und Bergretter bereits über 40 Mal über den Notruf 112 angefordert.

„Ein verändertes Freizeitverhalten macht immer häufiger den Einsatz der Bergretterinnen und Bergretter der DRK Bergwacht im unwegsamen Gelände erforderlich,“ sagt Raimund Wimmer, Pressesprecher der DRK Bergwacht Württemberg, „die Verunglückten und erkrankten Patienten hätten aber Glück im Unglück: durch die europaweite Notrufnummer 112 sei schnelle und qualifizierte Hilfe durch die Spezialistinnen und Spezialisten der Bergwacht vor Ort.“

„Die 112 ist die erste Wahl bei Brand, Unfall oder medizinischen Notfällen! Sie muss gewählt werden, wenn es lebensgefährlich wird.“ so Raimund Wimmer. „Vor allem auch bei Notfällen im unwegsamen Gelände, wie z.B. auf Wald- und Wanderwegen, beim Outdoorsport oder auf Schipisten und Loipen werden die Bergrettungsspezialisten und -spezialistinnen der Bergwacht über die 112 erreicht, um schnell und kompetent Hilfe zu leisten.“

Den Euronotruf gibt es seit 31 Jahren. Die 112 ist kostenfrei, auch vom Handy aus, und ohne weitere Landes- oder Ortsvorwahl aus jedem Netz erreichbar. Sie gilt in allen 26 EU-Staaten. Darüber hinaus gilt sie übrigens auch in der Türkei, Schweiz, Serbien, Island, auf den Färöer-Inseln, in Liechtenstein, Norwegen, Andorra, San Marino und Monaco. Ihre Priorisierung sorgt auch bei Netzüberlastung für einen freien Gesprächskanal: bei Bedarf wird einfach ein anderes Gespräch dafür gekappt. (BwWü/RW)

 

Um den Prüfungsstau wegen der Corona-Pandemie aufzulösen (im letzten Jahr konnten keine Prüfungen stattfinden), legten die Prüfer der DRK Bergwacht Württemberg eine "Sonderschicht" ein.
Vielen Dank für das Engagement!

Bild auf facebook

Pünktlich zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sein neues digitales Trainingsformat „#vorbereitet – Das 360° Notfalltraining“ vorgestellt, um insbesondere junge Menschen dazu anzuregen, sich mit Themen der Vorsorge intensiv und interaktiv auseinanderzusetzen. Dabei können die Nutzerinnen und Nutzer sich selbst testen und herausfinden, wie gut sie für den Ernstfall wie Starkregen, Hitze oder Dürre vorbereitet sind.

In einem interaktiven 360°-Apartment lösen Nutzerinnen und Nutzer verschiedene Aufgaben rund um die Themen Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Gefahrenlagen. Es werden Antworten gesucht auf drängende Fragen wie: „Was gehört alles in einen Notfallrucksack?“, „Wie verhalte ich mich, wenn es brennt?“ und „Welche Möglichkeiten gibt es, Lebensmittelvorräte praktisch zu verstauen?“

Im Spielverlauf wird dieses Wissen getestet und weiter ausgebaut.

Das Notfalltraining ist kostenfrei auf der Internetseite des BBK zu finden.

Meistens erfahren wir nach einer Rettung nichts darüber, wie es den Geretteten geht, wie sie den Unfall verarbeitet haben usw.
Umso mehr freut es uns, wenn uns ein Brief wie der folgende erreicht:
 
(Anm.: Der Absender des Briefes hat uns gestattet, den Brief hier zu veröffentlichen. Aus Gründen des Personenschutzes wurde der Brief anonymisiert.)
---
„Danke für den Einsatz am Reußenstein 26.6.2021
 
Liebe Freunde der Bergwacht,
 
es ist schon eine Weile her, aber ich möchte jetzt doch noch die Gelegenheit ergreifen und Euch allen für den Einsatz am 26.6. ganz herzlichst danken!!
 
Sicherlich erinnern sich einige noch an den Abseilunfall meines Seilpartners R. am Reußenstein.
 
Glücklicherweise war die Bergwacht - also Ihr - ja mit großer und kompetenter Mannschaft vor Ort und habt in hervorragender Weise superschnell die Erstversorgung und die Bergung übernommen.
 
R. ist glücklicherweise nichts Gravierendes passiert. Keine Schädigungen an Wirbelsäule oder Kopf. Allerdings sind die Prellungen sehr heftig und mit einer Ablederung der Haut verbunden, die Drainiageoperationen erforderlich machten.
 
Das ist langwierig, sodass R. noch immer nicht richtig fit ist, aber schon wieder kleinere Spaziergänge in den Bergen unternehmen kann.
 
Wir sind sehr dankbar, dass nichts Schlimmeres passiert ist und dass die Perspektive auf eine vollständige Genesung sehr gut ist.
 
An der Stelle noch mal den allerbesten Dank an alle Helfer für den Einsatz und die Unterstützung. War alles sehr professionell und kompetent.
 
Auch ich als Seilpartner wurde gut versorgt.
 
Wünsche allen jederzeit viel Gesundheit und unfallfreie Bergfreuden!
 
mit besten Grüßen"

---

.Zweimal jährlich werden die Besatzungen der DRF Luftrettung in Freiburg im Umgang mit der Rettungswinde geschult. Mit dabei waren auch Luftretter der DRK Bergwacht Württemberg.

Geübt wurde, wie Verletzte mithilfe einer Winde per Helikopter aus unwegsamem Gelände gerettet werden, denn bei Windeneinsätzen haben Präzision und Teamarbeit oberste Priorität und jeder Handgriff muss im Einsatz sitzen.
Der Einsatz eines Hubschraubers mit Winde und 90 Meter Seil ist dann eine sinnvolle Option, wenn eine Rettung vom Boden aus gar nicht oder nur mit großer Zeitverzögerung und hohem Risiko möglich ist. Gründe für solche Einsätze könnten etwa im unwegsamen Gelände, in Sumpfgebieten oder über Wasser, bei Unfälle in Wohngebieten auf Dächern von hohen Gebäuden, Schornsteinen und Türmen, Sendemasten und Kränen sein. (BwWü/RW)

Bilder auf facebook

Mit dem Ehrenzeichen des DRK-Bundesverbandes wurde Josef Haag für seinen über 65-jährigen aktiven Dienst in der DRK-Bergwacht Ravensburg ausgezeichnet.
 
Das Ehrenzeichen des DRK-Bundesverbandes ist eine „offizielle staatliche Auszeichnung, die bei herausragenden Verdiensten und außergewöhnlichem Einsatz verliehen wird“, so der Präsident des DRK Kreisverbands Ravensburg e.V. Dieter Meschenmoser, der die Auszeichnung im Namen der Präsidentin des DRK-Bundesverbandes Gerda Hasselfeldt in feierlichem Rahmen überreichte. Josef Haag trat im zarten Alter von 15 Jahren in die Bergwacht ein und ist seit über 65 Jahren aktives Mitglied. In diesen 65 Jahren - man kann es nicht anders sagen, fast das ganze Leben lang – hat er die DRK-Bergwacht Ravensburg in verschiedenen verantwortungsvollen Rollen geleitet, geprägt, weiterentwickelt, Neuerungen angestoßen und Nothilfe geleistet.
 
Über die Rolle des Helfers hinaus hat Josef Haag im Team und allein Verantwortung innerhalb der Organisation übernommen. Er ist seit 50 Jahren als Hüttenwart der Bergwachthütte in Ebnit / Vorarlberg tätig und war zwei Mal, von 1981 bis 1991 und von 1997 bis 2001, zusammengerechnet also 15 Jahre lang, Leiter der DRK-Bergwacht Ravensburg. Noch heute engagiert er sich bei den „Bergwacht-Senioren“ und sticht dabei, wie in seiner gesamten Wirkungszeit, durch ein hohes Maß an Verlässlichkeit, Offenheit und Freude an der Gemeinschaft heraus.
 
„Ich habe es eingangs gesagt, Sie sind dem DRK und der Bergwacht schon ihr ganzes Leben lang verbunden. Ihre Auszeichnung und ihr Vorbild sollte uns Ansporn und Mahnung zugleich sein. Ansporn, ein lebendiges Ehrenamt über die Generation hinweg weiterzutragen und weiterzuentwickeln und Mahnung, dass dies nur mit Offenheit, dem Blick für das Gegenüber und einem gelebten Miteinander gelingen kann“, so der Präsident Dieter Meschenmoser in seiner Laudatio.
 
Die DRK-Bergwacht Württemberg ist neben der Bergwacht Schwarzwald e.V. nach dem Rettungsdienstgesetz als Fachrettungsdienst im Bundesland Baden-Württemberg tätig. So übernimmt die DRK-Bergwacht Ravensburg in dieser Funktion Einsätze in unwegsamen Gelände.
 
(Quelle: Pressemitteilung der DRK Bergwacht Ravensburg)